Die Regenwurmforschung - Unter der Erde ist ganz schön was los! #7

25.07.2017Kommentieren ...

Kleinen Kindern die Natur anschaulich näherbringen und erklären

Heute geht’s nochmals um die Natur, denn im Zusammenhang mit dem gestrigen Post zum Gemüsegarten bietet sich eine kleine Forschungsreise in die Welt der Regenwürmer an. Die Kids und ich konnten von den Tierchen beim Anlegen unseres Beets einige Exemplare entdecken und da war das Interesse natürlich gross! 😊 Wer jetzt nicht gerade schon den Gemüsegarten angelegt hat, der stolpert bestimmt bei dem einen oder anderen (Regen-) Spaziergang mit den Kindern auf Regenwürmer! Kinder sind meistens total fasziniert von den kleinen Freunden, da lohnt es sich, mehr darüber zu erfahren!

 

Unsere kleine Regenwurmfarm

Es gibt ein tolles Experiment, mit dem man den Kindern die Welt der Regenwürmer ein bisschen verständlicher machen kann: das Regenwurmglas! Dabei können die Kinder die Würmer ein paar Tage lang beobachten und quasi erfahren, was die Würmer unter der Erde so treiben.

 

Was braucht ihr dafür?

  • 2-3 Regenwürmer
  • 1 tiefer durchsichtiger Behälter, z.B. Einweckglas
  • Gartenerde
  • alte Pflanzenreste, z.B. Laub oder Salatblätter
  • dünner Tonkarton o.ä.
  • Gummiband
  • etwas Wasser in einer Sprühflasche

 

Wie funktioniert die Regenwurmfarm?

Zunächst müsst ihr den Behälter mit den Regenwürmern und der Gartenerde befüllen. Anschliessend legt ihr die Pflanzenreste (dient quasi als Futter) obenauf.

Danach müsst ihr das Ganze ein wenig befeuchten (am besten mit einer Sprühflasche).

Dunkelt dann den Behälter mit dem Tonkarton mithilfe des Gummibandes ab. Das ist wichtig, da die Regenwürmer sonst im Inneren der Erde bleiben und die Kinder nichts zu sehen bekommen. Die Regenwürmer mögen nämlich kein Licht.

Nun könnt ihr jeden Tag einmal einen Blick zu den Würmern werfen – dazu macht ihr einfach die Verdunkelung ab.

Wichtig ist, dass ihr

  • die Oberfläche immer gut feucht haltet, aber nicht zu viel Wasser benutzt, da die Würmer sonst ertrinken könnten!
  • das Experiment nicht länger als ein paar Tage durchführt und die Würmer dann wieder in die freie Natur entlässt!

 

Rund um den Regenwurm

Im Rahmen eurer Forschung könnt ihr den Kindern auch folgendes rund um den Wurm erklären:

Wozu sind die Regenwürmer eigentlich gut?

Regenwürmer sind zwar taub, stumm und blind, aber sie sind echte Gartenhelfer, denn sie graben kleine Tunnel in die Erde, die dadurch aufgelockert wird und in die das Regenwasser leichter eindringen kann. Dadurch wachsen die Pflanzen besser.

Was essen Regenwürmer?

Der Regenwurm ernährt sich hauptsächlich von Blättern und abgestorbenen Pflanzenresten.

Wie sieht ein Regenwurm eigentlich aus?

Schaut euch die Würmer genau zusammen an – haben sie Augen, Ohren und einen Mund? Haben sie Arme und Beine? Wie bewegen sie sich fort?

 

Hat der Regenwurm auch Feinde?

Tatsächlich haben eine ganze Menge Tiere den Regenwurm zum Fressen gerne! Die Kinder haben sicherlich schon mal beobachtet, dass vor allem Vögel gerne in der Erde nach den Würmern suchen oder sie haben in einer Geschichte schon einmal gehört, dass Hühner ganz gerne nach den kleinen Würmern picken. Auch Maulwurf und Igel haben den Regenwurm zum Fressen gern.

 

Vielleicht ergeben sich aus euren Beobachten ja noch ganz andere Ideen rund um den Wurm! Vom Malen über Geschichten bis hin zum Fingerspiel gibt es tatsächlich mehrere Aktionen zum Thema Regenwurm. Und mit der Regenwurmfarm könnt ihr den Kindern die Natur sehr anschaulich ein Stück näherbringen! Ich wünsche euch viel Spass mit diesem spannenden Experiment! 😊

 

Liebe Grüsse,

Eure Lotte