Räbelichtliumzug #98

24.10.2017Kommentieren ...

Räbeliechtli schnitzen. Woher kommt der Brauch?

Räbeliechtli, Räbeliechtli, wo gasch hii? I de dunkle Nacht, ohni Stärneschii, da muess mis Liechtli sii.

Bald ist es wieder Zeit für den Räbeliechtliumzug! Ein wunderschönes Erlebnis für Gross und Klein, wenn das Lichtermeer die dunklen Strassen erleuchtet. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich? Im Mittelalter standen Rüben ganz oben auf der Liste der Lebensmittel. Nach dem Einbringen der Rübenernte schnitzten Frauen und Kinder Räbeliechtli, welche dann den Weg erleuchteten, den die Familien zum Ernte-Dankgottesdienst in der Kirche gingen.

Daraus sind die heutigen Räbeliechtliumzüge entstanden

Die Kinder schnitzen in ihre Räben verschiedene Muster, befestigen die Räbe an Schnüren und hängen diese an einen Stock. In der Räbe ist eine kleine Kerze. Die Kinder ziehen dann mit ihren Räbeliechtli durch die Strassen und singen dazu passende Lieder. Nach dem Umzug verschönern die Räbeliechtli mit ihrem Lichterzauber das Fensterbrett zuhause.

Die Räbeliechtli könnt ihr mit den Kindern zuhause schnitzen. Die Gemeinschaftszentren in Zürich bieten allerdings auch Räbeliechtli schnitzen an! Schaut mal auf http://www.gz-zh.ch/. Je nachdem wo ihr als Nanny arbeitet könnt ihr dort im jeweiligen Gemeinschaftszentrum nachschauen, ob und wann diese das Räbeliechtli schnitzen anbieten. Das GZ Affoltern beispielsweise bietet das am 1. November nachmittags von 14.00 - 18.00 Uhr an, das GZ Höngg/Rütihof am 4.11. von 14.00 - 17.00 Uhr und das GZ Bachwiesen sogar an drei Nachmittagen (1. bis 3. November) von je 14.00 - 17.00 Uhr an. Die Kosten betragen je nach GZ zwischen 2,- und 4,- CHF. Das Material bekommt ihr dort!

Die Räbeliechtli Umzüge finden an unterschiedlichen Tagen statt, da lohnt sich ein Blick ins Netz, je nachdem wo ihr als Nanny arbeitet!

Bei vielen Umzügen werden danach warme Suppe und Würstchen angeboten.

In diesem Sinne wünsche ich euch und den Kindern einen zauberhaften Umzug!

Eure Lotte